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Weiterhin beharrlich und mutig Zeichen des Vertrauens und der Gemeinschaft setzen

Von: Dieter Junker

In diesen Tagen begehen Muslime den Fastenmonat Ramadan. Der Kirchenkreis und die Kirchengemeinden Rheinböllen und Dichtelbach übermitteln dazu Grüße.

Der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach hat den muslimischen Gemeinden im Hunsrück und an der Mosel zum Beginn des Fastenmonats Ramadan Grüße übermittelt. „In diesen Tagen begehen Sie den Fastenmonat Ramadan, für Sie ein Monat der Gnade und der Liebe, in dem es das Ziel der Gläubigen ist, Gott näher zu kommen und Gemeinschaft mit anderen Menschen zu erleben“, heißt es in einem Schreiben von Superintendent Markus Risch und der Synodalbeauftragten für den christlich-islamischen Dialog, Pfarrerin Sabine Keim (Külz), an die muslimischen Gemeinden in Bullay, Simmern und Rheinböllen.

 

Leider sei es seit einem Jahr schwer, Gemeinschaft mit Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes zu erleben, betonen beide. „Das ist für uns alle als gläubige Menschen, denen die Gemeinschaft sehr wichtig ist, eine schmerzliche Erfahrung“, schreiben Superintendent Risch und Pfarrerin Keim. Die Pandemie erschwere es dabei den Musliminnen und Muslimen, den Fastenmonat so zu begehen, wie es normalerweise geschehe. „Wir als Christinnen und Christen konnten das Osterfest nicht so feiern, wie wir es gewohnt sind. Für uns alle ist es nun schon das zweite Mal, dass wir diese wichtigen Festzeiten nur mit Einschränkungen begehen können“, heißt es in dem Schreiben.

 

Die zeitliche Nähe zwischen dem Ramadan und der Osterzeit, dem Fastenbrechen und Christi Himmelfahrt sei „ein schönes Zeichen von Freude und Hoffnung, das wir gemeinsam in unsere Gesellschaft senden können“, betonen Superintendent Markus Risch und Pfarrerin Sabine Keim. Und sie fügen hinzu: „Dies ist unsere Aufgabe in einer Welt, die sich diese Zuversicht nicht selbst geben kann.“

 

Beide hoffen, dass bald auch wieder Begegnungen zwischen Musliminnen und Muslimen und Christinnen und Christen möglich sein werden. Der Kirchenkreise wolle jedenfalls die Vorstände der drei Moscheevereine zu einem persönlichen Treffen einladen, heißt es in dem Schreiben. Und Superintendent Markus Risch und Pfarrerin Sabine Keim betonen dabei: „Lassen Sie uns weiterhin beharrlich und mutig Zeichen des Vertrauens und der Gemeinschaft in unserer Stadt und in unserem Land setzen und dem Misstrauen die Kraft der Liebe und Barmherzigkeit Gottes entgegensetzen.“

 

Auch die evangelischen Kirchengemeinden Rheinböllen und Dichtelbach haben der muslimischen Gemeinde in Rheinböllen Grüße zum Fastenmonat Ramadan übermittelt. „Durch das Fasten richten Sie sich in besonderer Weise auf Gott aus und suchen zugleich nach Mitteln und Wegen, die Verantwortung für die Mitmenschen, besonders die Armen wahrzunehmen“, heißt es in einem Schreiben von Pfarrer Wolfgang Jöst. Seine beiden Gemeinden hoffen, dass die Musliminnen und Muslime trotz der Pandemie gute Wege finden würden, um miteinander in Verbindung zu bleiben, füreinander zu beten und zu sorgen.

 

Er sei dankbar, dass sich Muslime deutlich für die Achtung der Würde eines jeden Menschen und den Respekt vor dem Glauben anderer einsetzen würden. Auch die evangelischen Gemeinden Rheinböllen und Dichtelbach wollten sich vor Ort für ein gutes und respektvolles Miteinander einsetzen und dem Rassismus und Fremdenhass deutlich widerstehen, betont Pfarrer Jöst in seinem Schreiben. So würden sich die evangelischen Gemeinden auf ein Fest der Kulturen im September und auf persönliche Begegnungen freuen.


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