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Markus Risch wird neuer Superintendent des Kirchenkreises

Von: Dieter Junker

Die Kreissynode hat in der Stephanskirche in Simmern den Emmelshausener Pfarrer an die künftige Spitze des Kirchenkreises Simmern-Trarbach gewählt.

Der künftige Superintendent Markus Risch (Mitte) mit Vizepräses Christoph Pistorius (rechts) und dem derzeitigen Superintendenten Hans-Joachim Hermes. Foto: Dieter Junker

 

Simmern. Markus Risch wird der neue Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach. Der Emmelshausener Pfarrer wurde auf der Kreissynode, die in der Stephanskirche tagte, zum Nachfolger von Hans-Joachim Hermes gewählt, der Ende November in den Ruhestand geht. Markus Risch erhielt 32 Stimmen, auf seinen Gegenkandidaten Christian Hartung, der Pfarrer in Kirchberg und Synodalassesor ist, entfielen 22 Stimmen, vier Synodale enthielten sich.

„Ich möchte offen und neugierig dieses Amt antreten und mit ihnen gemeinsam diesen lebendigen Kirchenkreis gestalten“, meinte der künftige Superintendent nach seiner Wahl vor den Mitgliedern der Kreissynode. Die Kirche stehe vor Veränderungen, denen wollen er sich stellen, hatte Markus Risch in seiner Vorstellungsrede betont. „Kirche hat viel zu bieten, sie hält den Kontakt zu den Menschen. Und wir wollen weiter für die Menschen ansprechbar bleiben, das ist mir wichtig“, betonte der Pfarrer.

Als Superintendent wolle er die Gemeinden und die Kooperationsräume, was Verwaltung und Bürokratie angeht, den Rücken freihalten, damit sie Raum hätten für diesen Kontakt zu den Menschen, kündigte Markus Risch an. „Wir müssen vor Ort Zeit haben für die Menschen, für die Nähe. Wir müssen vor Ort hinschauen und hinhören“, machte er deutlich. Er wolle als Superintendent in den Gemeinden präsent sein, predigen und auch Gespräche suchen, kündigte Risch an.

Ein Herzensanliegen sei es ihm, mit allen im Kirchenkreis in ein strategisches Fundraising einzusteigen. Risch: „Wir müssen nicht immer nur übers Sparen reden, sondern auch neue finanzielle Quellen auftun. Und nicht nur verzagt auf negative Zahlen reagieren.“ Auch in den Strukturen eine Verwaltungsvereinfachung hinbekommen, sei ebenso wichtig. „Ich bin der Überzeugung, dass der kleine Kirchenkreis Simmern-Trarbach eine gute Zukunft hat“, betonte der künftige Superintendent. Und er machte deutlich: „Wir haben etwas anzubieten, das Evangelium von Jesus Christus. Das ist ein echter Schatz. Den gilt es, in die Welt zu bringen.“

„Hinter uns liegen Monate mit teils gravierenden Einschnitten, die uns sicher noch einige Zeit beschäftigen“, meinte Christoph Pistorius, der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, bei der Kreissynode. Doch in dieser Zeit sei auch viel Kreativität und Beharrlichkeit gezeigt worden, um auch weiterhin als Kirche in der Gesellschaft erfahrbar und erlebbar zu bleiben. „Und so es Aufgabe der Kirche, das ,Dennoch des Glaubens´ gegen Gleichgültigkeit, und auch den Mut und die Orientierung in die Gesellschaft und in die Gemeinden zu tragen“, betonte er. Dies sei Aufgabe der Kirche, aber auch des neuen Superintendenten. Pistorius: „Die Aufgabe ist groß, die Verantwortung aber auch.“

Der neue Superintendent wird am 1. Advent in der evangelischen Kirche in Kastellaun in sein Amt eingeführt. Zwei Wochen vorher wird in Argenthal Superintendent Hans-Joachim Hermes verabschiedet. „Und wir dürfen dankbar zurückblicken auf den Dienst des scheidenden Superintendenten“, meinte Vizepräses Pistorius in Simmern.

Der künftige Superintendent Markus Risch wurde 1978 in Birkenfeld geboren. Er studierte evangelische Theologie in Bonn, Tübingen und Zürich. Seit 2010 ist er Pfarrer in Emmelshausen-Pfalzfeld, daneben ist Markus Risch stellvertretender Vorsitzender des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd, er gehört seit 2016 der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland an, ist dort unter anderem Mitglied des Ständigen Ausschusses für Öffentliche Verantwortung, er ist Mitglied der Theologischen Prüfungskommission im Rheinland und Vorsitzender des Fachausschusses Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Koblenz. Markus Risch ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Er wird nach Günter Kempgen, Winfried Oberlinger, Horst Hörpel und Hans-Joachim Hermes der fünfte Superintendent des Kirchenkreises Simmern-Trarbach sein.

 

 


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