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Kreissynode wählt den neuen Superintendenten

Von: Dieter Junker

Christian Hartung aus Kirchberg und Markus Risch aus Emmelshausen stehen am 5. September in der Stephanskirche in Simmern zur Wahl.

Simmern. Wer wird neuer Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach? Darüber entscheiden am 5. September die 67 Mitglieder der Kreissynode, die dazu in der Stephanskirche in Simmern zusammenkommen werden, um den Nachfolger von Superintendent Hans-Joachim Hermes zu wählen, der Ende November in den Ruhestand geht.

Zwei Kandidaten stehen zur Auswahl, der Kirchberger Pfarrer Christian Hartung und der Emmelshausener Pfarrer Markus Risch. Der 57-jährige Christian Hartung ist als Synodalassessor derzeit der Stellvertreter von Superintendent Hermes. Er wurde in Reinbek bei Hamburg geboren, ist seit 1992 Pfarrer in Kirchberg, seit 2012 ist er Assessor im Kirchenkreis und Synodalbeauftragter für das christlich-jüdische Gespräch. Der 42-jährige Markus Risch wurde in Birkenfeld geboren, seit 2010 ist er Pfarrer in Emmelshausen-Pfalzfeld, er gehört seit 2016 der rheinischen Landessynode an und ist Vorsitzender des Fachausschusses Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Koblenz.

Ende Juni haben sich beide bereits den Synodalen in einer Probepredigt und bei einem Impulsvortrag in Simmern präsentiert, auf der Kreissynode werden beide ebenfalls nochmals die Gelegenheit haben, sich den Mitgliedern der Synode vorzustellen. Anschließend besteht die Möglichkeit von Fragen der Synodalen an die beiden Kandidaten. Danach erfolgt die Wahl durch die Mitglieder der Synode.

Es wird erstmals ein hauptamtlicher Superintendent sein, der dann an der Spitze des Kirchenkreises steht. Die bisherigen Superintendenten haben dieses Amt neben ihrer Tätigkeit als Gemeindepfarrer ausgeübt. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass aufgrund der vielen Verpflichtungen, die ein Superintendent im Kirchenkreis, aber auch in der Landeskirche zu erfüllen hat, eine nebenamtliche Tätigkeit an ihre Grenzen stößt. Darum hatte sich die Kreissynode in Rheinböllen im vergangenen Herbst für einen hauptamtlichen Superintendenten entschieden. Die Amtszeit beträgt acht Jahre.

Die Tagung der Kreissynode wird auch im Zeichen der Corona-Pandemie stehen. Allen wahlberechtigten Mitgliedern wird ein nummerierter Platz in der Stephanskirche zugewiesen, für die Sitzung wurde ein Hygienekonzept erarbeitet und mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt. Am Eingang müssen die Hände desinfiziert, eine Schutzmaske darf nur am Sitzplatz abgenommen werden. Neben den Synodalen kann zudem nur eine sehr begrenzte Zahl von Gästen an der Tagung teilnehmen.

Sollten die Corona-Infektionszahlen in den nächsten Tagen deutlich ansteigen, kann es aber auch sein, dass die Synode als Videokonferenz durchgeführt werden muss. Auch dafür ist bereits Vorsorge durch den Kirchenkreis getroffen worden.

Gewählt werden soll der neue Superintendent aber auf jeden Fall am 5. September. Die Tagung der Kreissynode beginnt um 15 Uhr mit einer Andacht. Die Einführung des neuen Leitenden Geistlichen des Kirchenkreises ist für den 1. Advent durch den Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, vorgesehen. Der bisherige Superintendent Hans-Joachim Hermes wird am 15. November in den Ruhestand verabschiedet.


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