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Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

Von: Dieter Junker

Info-Abend von Kirchenkreis und Friedensinitiative Rhein-Hunsrück am 19. November im evangelischen Gemeindehaus in Bell zum badischen Szenario „Sicherheit neu denken“.

Bell. Wie könnte eine zivile Sicherheitspolitik aussehen? Die Evangelische Landeskirche in Baden hat dazu ein Szenario entwickelt, das einen mittelfristigen Ausstieg aus der militärischen Friedenssicherung entwirft. Darin wird die Politik und die Gesellschaft eingeladen, eine Zukunft zu denken, in der die 70 Milliarden Euro, die derzeit jährlich in die militärische Sicherheitspolitik fließen, in eine zivile Krisenprävention investiert werden können.

Ralf Becker ist Projektkoordinator in der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er war maßgeblich an der Entwicklung dieses Szenarios beteiligt und koordiniert im Auftrag der Landeskirche die Vorbereitung einer Kampagne zur Umsetzung dieses Szenarios, an der sich bereits 30 bundesweite Organisationen beteiligen. Ralf Becker wird am 19. November um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Bell darüber informieren, wie die erprobten Instrumente gewaltfreier Krisenprävention konsequent weiterentwickelt und wie Möglichkeiten einer aktiven gewaltfreien Sicherheitspolitik aussehen könnten.

Das badische Szenario, das mittlerweile auch von mehreren anderen evangelischen Landeskirchen, der Friedensbewegung und zahlreichen Organisationen diskutiert wird, setzt dabei auf fünf Säulen: Auf gerechte Außenbeziehungen der Staaten, auf eine nachhaltige EU-Nachbarschaft, auf eine internationale Sicherheitsarchitektur, auf eine resiliente Demokratie und auf eine Konversion der Bundeswehr.

Veranstalter des Info-Abends zu diesem Szenario im evangelischen Gemeindehaus in Bell sind der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach sowie die Friedensinitiative Rhein-Hunsrück.


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