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Sexualisierte Gewalt - Das geht uns alle an!

Zu einem Workshop-Nachmittag in Büchenbeuren laden die Frauen in der Kirche ein. Hinschauen, ermutigen, stärken und verhindern. Am 26. Oktober von 14 bis 18 Uhr.

Die Geschichte von Tamar ist uralt. Sie steht in der Bibel ungeschönt. Im Familienkreis wird Tamar vergewaltigt und sexuell missbraucht und dann zum Schweigen genötigt. Es verändert ihr Leben und das ihres Umfeldes nachhaltig. 

Schweigen macht nichts ungeschehen, schützt die Täter und verschlimmert die Folgen für die Betroffene.  Eine uralte und leider doch auch aktuelle Geschichte, die viele Namen hat.

Tamars Geschichte war der Anstoß für eine Veranstaltung, zu der wir einladen: „Wir wollen als Frauen den Mund aufmachen, uns gegenseitig unterstützen und stärken. Nicht zulassen, dass geschwiegen und verschwiegen wird, was passiert. Das war und ist uns wichtig! Gerade auch als Frauen in der Kirche, die ja berufen sind für die einzutreten, die selbst nicht reden können.“

Das war die Motivation der Frauen des Gesprächskreises Ober Kostenz aus einem Gottesdienstentwurf zum Mirjamsonntag des vergangenen Jahres mehr zu machen.  Einige Treffen später stand das Gerüst für den Nachmittag, und auch die Motivation hatte sich noch verstärkt, ein Angebot für Frauen zu machen, an dem Interessierte, Betroffene, Helfende, beruflich engagierte Frauen zusammenkommen und sich über sexualisierte Gewalt in einem geschützten Rahmen informieren, austauschen und lernen können.

Am Samstag, 26.10.2019 findet in der Zeit von 14 – 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Büchenbeuren dieser Workshopnachmittag statt.  Frauen aus dem Gesprächskreis Ober Kostenz und der Kirchengemeinde Büchenbeuren  haben zusammen mit Astrid Rund und Anne Günster vom Frauennotruf Rhein- Hunsrück-Kreis und der Frauenreferentin des Kirchenkreises  Susanne Reuter  ein Programm überlegt, bei dem die Möglichkeit besteht, sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema sexualisierte Gewalt in Alltag, Beruf, Familie, Umfeld auseinanderzusetzen. 

Es gibt die Gelegenheit über Frauenerfahrungen anhand von Filmsequenzen über die allgegenwärtige Gefahr von sexualisierter Gewalt und die Reaktionen der Umwelt darauf zu sprechen, sowie Handlungsstrategien aufzuzeigen sich zu wehren oder anderen beizustehen.

Ein weiterer Workshop bietet die Möglichkeit über Körperübungen die eigene, vielleicht verborgene Stärke zu entdecken und zu erspüren, die hilft sich zu wehren.

In einem dritten Workshop kann kreativ mit den Gefühlen, die uns bei der Beschäftigung mit dem Thema bewegen, Ausdruck verliehen werden.

Selbstverständlich ist auch viel Raum und Zeit für Gespräche untereinander und mit den Referentinnen. In den Pausen bieten wir Getränke, Kuchen und kleine Snacks.

Ein stärkender Abschluss im Gemeindehaus mit den Teilnehmerinnen des Nachmittages soll dann alle begleiten.

Direkt im Anschluss findet ein Gottesdienst in der gegenüberliegenden Kirche um 18 Uhr statt, zu dem alle Teilnehmerinnen und die Gemeinde eingeladen sind.

Dieser Gottesdienst greift die Geschichte von Tamar noch einmal auf und führt aber weiter aus der Sprachlosigkeit hin zu Gott, bei dem unsere Tränen und Wunden nicht abgetan werden, sondern der sie ernst- und wahrnimmt.

Wir bieten an diesem Nachmittag auch eine Kinderbetreuung an und freuen uns, wenn sie wahrgenommen wird. Das Ganze ist kostenfrei.  Wer mag und wem es möglich ist kann etwas spenden.

 

Infos und Kontakt:
Frauenreferentin Susanne Reuter
Tel.: 06764-7407015
E-Mail:
susanne.reuter@ekir.de

Frauennotruf Rhein-Hunsrück-Kreis
Tel.: 06761-13636
E-Mail:
kontakt@frauennotruf-rheinhunsrueck.de


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