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Frauen suchen nach dem Weg des Friedens

Von: Dieter Junker

Die Frauen der Hunsrücker Frauenhilfe machten sich in Altweidelbach auf einen Pilgerweg, um über Wege zum Frieden nachzudenken.

Frauen beim Pilgerweg in Altweidelbach. Foto: Dieter Junker

Altweidelbach. „Suche Frieden und jage ihm nach“, so lautet die Jahreslosung für dieses Jahr. Für die evangelische Frauenhilfe im Hunsrück war dies Anlass, bei einem Pilgerweg in Altweidelbach über Wege zum Frieden nachzudenken und die christliche Friedensbotschaft zu betonen. Mehr als 70 Frauen nahmen daran teil.

„Es ist eine Aufgabe für Christen, Werkzeuge des Friedens zu sein“, mahnte Renate Brenner, die Sprecherin der evangelischen Frauenhilfe im Hunsrück, zu Beginn des Pilgerweges. Gerade in einer Zeit, in der die Welt nicht friedlich aussehe, sondern eher friedloser und hasserfüllter erscheine, sei es wichtig, Wege des Friedens zu suchen und zu gehen, betonte sie.

Mitglieder des Vorstandes der Hunsrücker Frauenhilfe luden an verschiedenen Stationen im Dorf die Frauen ein, über biblische Texte, aber auch über mahnende Worte von Menschen nachzudenken. So über Sätze von Dietrich Bonhoeffer, der davor gewarnt hatte, dass es keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit gebe. Eine Frau warnte vor falschen Versprechungen, vor Selbstbetrug und Schönreden und mahnte stattdessen Wahrhaftigkeit und Klarheit an. Und schließlich betonten die Frauen mehr Gemeinschaft gegen Einsamkeit und Angst. „Lasst uns gegenseitig trösten, aufrichten und die Verheißungen Gottes zusprechen, darin liegt viel Kraft“, so eine Teilnehmerin am Pilgerweg.

Zwischen den einzelnen Stationen sangen die Frauen Friedenslieder, es wurde das bekannte, Franz von Assisi zugeschriebene, Friedensgebet mit der Bitte, zu einem Werkzeug des Friedens zu werden, gesprochen und es wurde geschwiegen. Beim Abschluss in der Kirche in Altweidelbach verwies Renate Brenner auf die Seligpreisungen in der Bergpredigt. „Sie sind Verheißungen Jesu, sie wollen uns motivieren und Mut machen, auch bei allen gegenteiligen Erfahrungen weiter an Frieden und Gerechtigkeit zu arbeiten. Am Ende werden Frieden und Gerechtigkeit den Sieg davontragen, denn der Friede Gottes ist höher als alle Vernunft.“


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