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Verbund in einer Umbruchphase

Von: Dieter Junker

VEKiST wird künftig Teil des Kirchenkreises sein. In Kirchberg traf sich der Kindergartenverbund zu seiner voraussichtlich letzten Gemeinsamen Versammlung.

In Kirchberg tagte die Gemeinsame Versammlung von VEKiST. Foto: Dieter Junker

Kirchberg. Es ist eine Umbruchphase, in der sich der evangelische Kindertagesstättenverbund VEKiST befindet. Turbulente Monate liegen hinter ihm. Mit dazu beigetragen hat die Diskussion mit dem Rhein-Hunsrück-Kreis über die Kreiszuwendungen, die bis zum Verwaltungsgericht führte. Damit verbunden dann auch das Ausscheiden der Kindertagesstätte Argenthal aus dem Verbund. Und schließlich die anstehende Eingliederung von VEKiST in den Kirchenkreis Simmern-Trarbach. All dies war auch Thema der Gemeinsamen Versammlung, die in Kirchberg zusammenkam. Zu ihrer wahrscheinlich letzten Sitzung.

„Es stehen Veränderungen für uns an“, meinte die Kirchberger Pfarrerin Karin Heß-Stoffel, die Vorsitzende der Gemeinsamen Versammlung. Doch die wolle man gemeinsam angehen. VEKiST habe in den zehn Jahren seit der Gründung viel erreicht, viel bewegt und sich auch bewährt, war sie überzeugt. „Nun wollen wir Entscheidungen treffen, damit die Arbeit für unsere Kindertagesstätten weitergehen kann“, meinte die Pfarrerin.

In seinem Bericht hatte der Vorstand darauf hingewiesen, dass auch das vergangene Jahr deutlich durch intensive Verhandlungen im Zusammenhang mit den Streichungen der zusätzlichen finanziellen Unterstützungen durch den Kreis geprägt war. „Wir sind erleichtert, dass wir an allen von den Streichungen betroffenen Standorten Lösungen gefunden haben“, betonte Vorstandsvorsitzender Pfarrer Knut Ebersbach (Kastellaun).

Argenthal sei leider aus dem Verbund ausgeschieden und in die Trägerschaft der Verbandsgemeinde Rheinböllen gewechselt, erläuterte der Vorstandsvorsitzende. Die Stadt Kastellaun habe sich bereit erklärt, für die in den vergangenen Jahren neu entstandenen 5. und 6. Gruppen zum 1. Januar 2017 neben den Trägerkosten im Personalbereich auch einen Teil der Sachkosten zu übernehmen. In Simmern übernehme die Stadt bei der Kindertagesstätte am Schmiedelpark die durch den Kreis entfallenden Mittel. „Wegen der nicht bewilligten Kreismittel für 2017 mussten wir vor das Verwaltungsgericht, wo wir teilweise Recht bekamen und Geld für die Kita am Schmiedelpark erhalten werden“, meinte Fachbereichsleiter Philipp Gauch.

Mit Beginn des neuen Jahres wird VEKiST nun in den Kirchenkreis eingegliedert und dort eine eigene Fachabteilung „Vereinigte Evangelische Kindertagesstätten im Kirchenkreis Simmern-Trarbach“ mit einem synodalen Fachausschuss bilden. Die Gründe für diese Eingliederung liegen in der Änderung des kirchlichen Verbandsrechts. Verbünde wie VEKiST sind nach Beschluss der Landessynode nicht mehr zulässig, daher hatten sich sowohl die Kreissynode wie auch VEKiST bereits im vergangenen Jahr dafür ausgesprochen, dass der Verbund Teil des Kirchenkreises wird. In Kirchberg stimmte nun auch die Gemeinsame Versammlung einstimmig der erforderlichen Betriebsübertragungsvereinbarung zu. „Wir sind froh, dass wir eine gute Lösung gefunden haben und dass die Arbeit nun auch wie bisher weitergehen kann“, unterstrich Pfarrerin Karin Heß-Stoffel.

VEKiST-Vorsitzender Knut Ebersbach warf aber auch schon den Blick voraus. „In den einzelnen Regionen des Kirchenkreises wird es nun Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen geben. Hier würden wir uns eine enge Zusammenarbeit wünschen“, meinte der Kastellauner Pfarrer und betonte: „Durch religionspädagogische Angebote in Kooperation mit den Kindertagesstätten könnten hier Kinder und junge Familien erreicht werden, die in unserer Kirche dringend gebraucht werden."

Dem 2009 gegründeten „Verbund Evangelischer Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Simmern-Trarbach“ (VEKiST) gehören die Kitas in Kastellaun, Kirchberg, Kümbdchen, Simmern und am Schmiedelpark sowie der Kirchenkreis selbst an. In den fünf Einrichtungen gibt es 467 Kita-Plätze in 25 Gruppen. VEKiST beschäftigt insgesamt 120 Mitarbeitende.


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