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Fleißig in den Kirchengemeinden im Hunsrück

Von: Dieter Junker

Die evangelische Frauenhilfe im Hunsrück hat sich zu ihrer Mitgliederversammlung in Simmern getroffen, Bilanz gezogen und Ausblick gehalten auf das laufende Jahr.

Die Frauenhilfe traf sich zu ihrer Mitgliederversammlung in Simmern. Foto: Dieter Junker

Simmern. Die Frauen in der evangelischen Frauenhilfe im Hunsrück. Sie werden weniger, sie werden älter. Aber sie sind weiterhin fleißig in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis. Bei ihrer Mitgliederversammlung in Simmern zogen sie Bilanz der Arbeit des vergangenen Jahres und präsentierten zahlreiche Angebote für das laufende Jahr. Und sie freuen sich darüber, dass die Frauenarbeit im Kirchenkreis neu strukturiert wurde.

„Unsere örtlichen Gruppen haben im vergangenen Jahr vor allem im Winter wieder viele Angebote für die Frauen in den Gemeinden organisiert, und der Kreisverband hat versucht, diese Arbeit mit Veranstaltungen, Festen, Studientagen oder Pilgerwegen zu unterstützen“, meinte Renate Brenner (Tiefenbach) vom Sprecherkreis des Kreisverbandes Hunsrück der evangelischen Frauenhilfe. Dabei wurden auch mehrere Projekte, so beispielsweise in der Flüchtlingsarbeit oder auf dem Schmiedel unterstützt. „Und die ökumenische Zusammenarbeit ist gut, so gerade auch mit den katholischen Frauen hier im Hunsrück“, betonte Renate Brenner. 

Wichtig waren im vergangenen Jahr die strukturellen Veränderungen bei der Frauenarbeit im Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Seit Oktober gibt es hier eine Frauenreferentin, die die Frauenarbeit im Kirchenkreis koordiniert. Unterstützt und begleitet von einem synodalen Frauenausschuss, in dem auch die Frauenhilfen vertreten sind. „Wir haben es geschafft, dass die ehrenamtliche Arbeit nun auch eine hauptamtliche Unterstützung hat“, freute sich Inge Lang (Ober Kostenz), die Vorsitzende des Frauenausschusses der Kreissynode. Und Iris Pupak, die Regionalreferentin Süd der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland, unterstrich auf der Mitgliederversammlung: „Hier gibt es nun auch eine hauptamtliche Frauenarbeit und damit haben sie unheimlich viel erreicht. Und es wurde auch schon viel auf den Weg gebracht.“

Seit Jahren muss der Kreisverband Hunsrück allerdings einen Mitgliederrückgang hinnehmen. Dieser Trend setzte sich auch 2018 fort. So hat der Verband jetzt noch knapp 400 Mitglieder in 35 örtlichen Gruppen. Das sind mehr als 60 Mitglieder weniger als 2017. Vor gut zehn Jahren waren es mehr als 1000 Frauen im Kreisverband. „Das ist leider so, wir werden weniger, die Ursachen liegen vor allem in der Altersstruktur“, meinte Renate Brenner. Im vergangenen Jahr wurden in Gösenroth, Henau und Kellenbach die Frauenhilfsgruppen aufgelöst, die Gruppe Argenthal hat sich mit Riesweiler zusammengetan. 

„Neue Mitglieder kommen leider kaum noch“, bedauerte die Sprecherin des Kreisverbandes. Die Strukturveränderungen in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis wie auch die Altersentwicklung würden daher die Arbeit des Kreisverbandes prägen, meinte Renate Brenner in Simmern. Und gab auch zu bedenken: „Vieles davon erschwert auch unsere Arbeit und unsere Gruppen werden leider nicht immer wertgeschätzt. Manche unserer örtlichen Gruppen würden sich da durchaus einen engeren Kontakt zur heimischen Kirchengemeinde wünschen.“

Für dieses Jahr stehen wieder größere Veranstaltungen an. Im Juni wird es eine regionale Frauenkonferenz der Region Süd der rheinischen Frauenhilfe geben, im Paul-Schneider-Haus in Simmern. Das Thema lautet „Wo ist mein Ort in der Kirche?“ Der Landesverband hat in diesem Jahr die Friedensfrage in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt. Auch die Frauenhilfe Hunsrück wird sich hieran beteiligen, im August mit einem Pilgerweg. Und 2020 ist in Neuwied der nächste regionale Frauenkirchentag stattfinden. „Wir hoffen, dass er auf ein genauso großes Interesse wie der Kirchentag im vergangenen Herbst in Trier stößt“, betont Iris Pupak. 


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