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Pionier der Partnerschaft mit Botswana ist verstorben

Der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach trauert um Nelson Lekutlane, den langjährigen früheren Superintendenten (Dean) des südwestlichen Kirchenkreises der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Botswana.

Dean Nelson Lekutlane. Foto: Niko Wald

Kirchberg. Der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach trauert um Nelson Lekutlane, den langjährigen früheren Superintendenten (Dean) des südwestlichen Kirchenkreises der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Botswana. Die beiden Kirchenkreise verbindet eine mehr als dreißigjährige Partnerschaft. „Er war einer der Pioniere unserer langjährigen Partnerschaft“, so Superintendent Horst Hörpel.

Der Superintendent des Kirchenkreises Simmern-Trarbach erinnert sich gerne an viele Treffen und Begegnungen mit Nelson Lekutlane. „Im Dezember 1985 gab es einen ersten Besuch einer botswanischen Delegation hier im Kirchenkreis. Dean Nelson Lekutlane war Gast bei uns im Pfarrhaus in Ohlweiler. Ein hagerer, kluger Mann mit wachen Augen“, beschreibt Hörpel die erste Begegnung. Und er betont: „Ihm es ist gelungen, mich mit dem Gedanken der Partnerschaft der damals jungen Kirche zu gewinnen und ihr ein Gesicht zu geben. Denn Partnerschaften leben von Beziehungen, durch Begegnungen kann Vertrauen wachsen.“

Damals entstand die Idee, im Rahmen des ersten Jugendcamps in Hereford eine Kirche zu bauen. „Dies wurde bei uns sehr skeptisch aufgenommen, da wir eher in Menschen und nicht in Steine investieren wollten. Der Dean spürte unsere Zurückhaltung, doch er machte uns deutlich: Kirche bedeutet Leben für die Menschen in Botswana. Leben in einem ganzheitlichen Sinn, ohne Trennung von Leib und Seele“, erinnert sich Horst Hörpel. Und er überzeugte damit die Skeptiker. Im Frühjahr 1993 begann der Bau der Kirche.

Beim Besuch einer Simmern-Trarbacher Delegation in Botswana zum 20-jährigen Partnerschaftsjubiläum 2003 war Nelson Lekutlane dann der Gastgeber. „Es war beeindruckend, wie er bei der Fahrt durch das Land in der hereinbrechenden Dunkelheit Tiere erkennen und den Fahrer warnen konnte. Er war ein Pfarrer, den das Leben in der Kalahari prägte“, so Superintendent Horst Hörpel.

Als ein Mann des Wortes sei es dem Dean immer wieder gelungen, den Kirchenkreis Simmern-Trarbach von der Bedeutung der Partnerschaft für die Gemeinden in der Kalahari zu überzeugen, betont Horst Hörpel. Mehrfach sei er im Hunsrück und an der Mosel gewesen. „Er war in der Lage, mit seinen Impulsen die Partnerschaft inhaltlich stark zu prägen und weiter zu entwickeln“, ist der Superintendent überzeugt. Nelson Lekutlane habe zu den Menschen gehört, die ihm vorgelebt hätten, was es heiße, zu der einen weltweiten bunten Familie der Kinder Gottes zu gehören und dem Glauben einen weltumspannenden Horizont zu geben. „Mit ihm haben wir einen Bruder in Christus, einen langjährigen, treuen Gestalter und inspirierenden Motivator unseres Partnerschaftsgedankens verloren“, so Horst Hörpel.


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