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Hajo Hermes ist neuer Vorsitzender im eeb Rheinland-Süd

Von: Dieter Junker

Mitgliederversammlung des Erwachsenenbildungswerks in Simmern mit Nachwahlen zum Vorstand. Superintendent Horst Hörpel hatte den Vorsitz abgegeben.

Der neue Vorstand mit den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern. Foto: Dieter Junker

Simmern. Der Argenthaler Pfarrer Hans-Joachim Hermes ist der neue Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Rheinland-Süd. Er wurde auf einer Mitgliederversammlung in Simmern zum Nachfolger von Superintendent Horst Hörpel gewählt, der das Vorsitzendenamt abgab, allerdings weiterhin im Vorstand bleiben wird.

Es war eine Mitgliederversammlung, in der einige langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet wurden. Paul Seifen gehörte seit 1990 dem eeb-Vorstand an, Pfarrer Wolfgang Steuckart war seit 2004 im Vorstand und Reinhold Kroll seit 2013. Für sie rückten neu neben Hans-Joachim Hermes noch Pfarrerin Frauke Flöth-Paulus (Bell), Pfarrerin Elke Füllmann-Ostertag (Börfink) und Hans-Dietrich Laubmann (Remagen) in den Vorstand nach.

Im Jahr des Reformationsjubiläums traf sich die Mitgliederversammlung im Hunsrückmuseum in Simmern, wo derzeit die Sonderausstellung „Der Kampf um die Wahrheit – Gesellschaftlicher Umbruch, Reformation, Gegenreformation und Konfessionalisierung im 16. und 17. Jahrhundert“ zu sehen ist. Museumsleiter Dr. Fritz Schellack führte dabei in die Themen der Ausstellung ein und beschrieb vor allem die Situation auf dem Hunsrück.

„Der Hunsrück hat eine überaus interessante und facettenreiche Reformations- und Kirchengeschichte“, betonte der Historiker. „Viele Dörfer hier haben zwei Kirchen. Das ist meist ein Zeichen für eine bewegte Kirchengeschichte“, erläuterte Schellack. Gleiches gelte für die Klöster, die nach der Reformation meist aufgelöst wurden, in der Zeit der Gegenreformation dann aber wieder eine ganz wichtige Rolle spielten. Ebenso hätte es im Hunsrück bedeutende Persönlichkeiten gegeben, die ungewöhnliche Lebensläufe aufwiesen. „Einer ist Herzog Reichard von Pfalz-Simmern, der Bruder des reformierten pfälzischen Kurfürsten Friedrich III., der sich mehrmals auch für die katholischen Bistumsstühle in Mainz oder Speyer bewarb“, so der Museumsleiter.

„Es war eine Zeit des Umbruchs, in der die Welt aus den Fugen geriet. Und viele Spuren von damals sind noch heute zu sehen“, machte Fritz Schellack deutlich. Die Ausstellung im Hunsrückmuseum, die noch bis Jahresende zu sehen sein wird, wolle dies verdeutlichen und veranschaulichen, meinte der Museumsleiter. 

Laut Geschäftsbericht, der den Mitgliedern vorlag, wurde im vergangenen Jahr in den rheinischen Kirchenkreisen in Rheinland-Pfalz, in den Gemeinden, Werken und Einrichtungen insgesamt mehr als 18.000 Unterrichtsstunden in rund 1500 Veranstaltungen angeboten, bei denen 30.000 Teilnehmende gezählt wurden. Dies ist gegenüber den beiden Vorjahren eine deutliche Steigerung, wobei hier die Sprachkurse für Flüchtlinge eine große Rolle spielen. 

Das eeb Rheinland-Süd mit Sitz in Simmern ist ein eingetragener Verein. Zu seinen Mitgliedern gehören rund 170 Kirchengemeinden in den Kirchenkreisen An Nahe und Glan, Simmern-Trarbach, Altenkirchen, Obere Nahe, Wied, Trier und Koblenz. 


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